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{ Vorsichtig mit "hausgemachten" Testamenten
Die überwiegende Zahl der Erbfälle in Deutschland erfolgt noch immer nach den gesetzlichen Erbfolgeregeln und zwar nicht etwa deshalb, weil dies so sein müsste oder das gesetzliche Erbrecht universell und für jeden Erbfall die passende Lösung bietet, sondern schlicht deshalb, weil der Erblasser keinen letzten Willen hinterlassen hat. Folge ist, dass in aller Regel eine Erbengemeinschaft aus mehreren verwandten Personen und dem Ehegatten und zwar eher zufällig nach Verwandtschaftsgraden, mehr oder weniger gleichmäßig am Nachlass teilhat. Besondere Leistungen von Nachkommen, die eigentlich honoriert werden müssten, wie Pflege und Hilfe im Alter, werden im gesetzlichen Erbrecht kaum, zumindest nicht wirklich praktikabel berücksichtigt und es auch grundsätzlich keine Rolle spielt, welches Verhältnis der Erblasser zu seinen Verwandten hatte. Nach dem Gesetz zählt die Verwandtschaft und sonst eigentlich nichts.

Es ist also in den allermeisten Erbfällen sinnvoll, selbst durch eine letztwillige Verfügung zu bestimmen, wer etwas bekommen soll und wer nicht, wer Entscheidungen zum Nachlass treffen kann und wer nicht oder wer ausdrücklich von der Erbfolge ausgeschlossen sein soll. Vom Grunde her ist es eigentlich auch nicht schwierig, seinen letzten Willen rechtlich bindend abzufassen. Man nimmt ein Blatt Papier, verfasst handschriftlich erbrechtliche Verfügungen und unterschreibt ebenfalls handschriftlich am Endes des Testaments. Allerdings steckt wie so oft der Teufel im Detail.

Letztwillige Verfügungen, insbesondere Testamente, die ohne vorherige juristische Beratung abgefasst werden, führen häufig zu etwas anderen, manchmal sogar zum ganzen Gegenteil des Gewollten im Erbfall. Problematisch ist hier schon der oft gewichtige Unterschied zwischen Begriffen der Alltagssprache und gleichlautenden juristischen Begriffen. Überhaupt fehlt oft die Eindeutigkeit des Gewollten mit der Folge, dass ein Testament ausgelegt werden muss oder es ist gar nicht recht zur erkennen, was der Erblasser wollte oder wen er bedenken wollte. In einer relativ aktuellen Entscheidung vom 14.11.2016 etwa hatte sich das Oberlandesgericht Köln mit einem handschriftlichen Testament zu beschäftigen, in dem angeordnet war, dass "derjenige, der den zuletzt verstorbenen Ehegatten begleitet und gepflegt hat, der Alleinerbe sein soll". Das Oberlandesgericht hat diese Anordnung für unwirksam gehalten, da das Testament keine hinreichend bestimmte Erbeinsetzung enthält und folglich nicht klar ist, wer denn nun die Person des Erben sein soll. In dem entschiedenen Fall lief also der absolut nachvollziehbare Wunsch des Erblassers, den zu bedenken, der sich am Lebensende um ihn gekümmert hat, leer. Dabei wäre das Problem ohne Weiteres lösbar gewesen, hätte der Erblasser beim Abfassen des Testaments juristische Beratung in Anspruch genommen. Die Aufgabe des erbrechtlich spezialisierten Rechtsanwalts ist es, die Wünsche und Vorstellungen dessen, der ihn um Beratung bittet, durch Hilfe bei der Formulierung in die Form zu bringen, die letztlich im Erbfall dafür sorgt, dass genau das, was gewollt war, auch eintritt und vermieden wird, dass durch Mehrdeutigkeit Streit unter den Nachkommen entsteht bzw. diejenigen, denen man etwas zukommen lassen will, auch wirklich das Zugedachte erhalten.

Wir beraten Sie gern.


Ren� Noack
Rechtsanwalt
Fachanwalt f�r Erbrecht
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