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{ Testament noch aktuell?
Um es gleich zu Beginn klarzustellen - letztwillige Verfügungen haben kein Verfallsdatum und müssen also nicht nach einer gewissen Zeit erneuert werden. Ein einmal wirksam erklärter letzter Wille ist gültig, bis er geändert wird. Trotzdem ist es wichtig, eine vielleicht in relativ jungen Jahren gemachte Verfügung von Zeit zu Zeit aus der Schublade zu nehmen und zu prüfen oder fachkundig prüfen zu lassen, ob die Regelung noch den gewünschten und ursprünglich zugrunde liegenden Verhältnissen entsprechen.

Viele, wenn nicht die meisten Veränderungen im familiären Bereich haben direkt oder indirekt Einfluss auf die Nachfolgeregelung. Die Geburt eines Kindes oder Enkels, jede Eheschließung oder Scheidung des Verfassers des Testaments, ja selbst Eheschließungen der Kinder, können das ursprünglich einmal wohl überlegte Gefüge bei der Bildung des letzten Willens durcheinander bringen, mehr noch, sie können das Testament, dass im Erbfall ja ausschließlich gelten soll, rechtlich angreifbar machen, so etwa, wenn durch Heirat oder die Geburt eines eigenen Kindes neue Pflichtteilsberechtigungen entstehen und damit neben dem Pflichtteilsanspruch an sich Anfechtungsrechte, mit denen das Testament im Ganzen zu Fall gebracht werden kann. Ähnliches gilt, wenn im Testament bestimmte Vermögensgegenstände, z. B. Grundstücke, speziell benannt und einem bestimmten Bedachten zugeordnet sind und bereits zu Lebzeiten vom Errichter des Testaments verkauft oder übertragen werden, also im Erbfall zwar noch im Testament benannt sind, aber im Nachlass gar nicht mehr vorhanden sind. All diese Veränderungen mit Auswirkungen auf die letztwillige Verfügung lassen sich mit fachkundiger Hilfe relativ problemlos ändern oder ergänzen, wichtig ist nur, dass nicht in Vergessenheit gerät, sich seine letztwillige Verfügung ab und zu ins Gedächtnis zu rufen und zu überlegen, ob die Gegebenheiten, die beim Verfassen maßgeblich waren, sich nicht vielleicht zwischenzeitlich verändert haben. Im gleichen Maße ist natürlich bei dem oben beschriebenen familiären Veränderungen zu bedenken, ob es nicht an der Zeit ist, überhaupt eine letztwillige Verfügung, z. B. ein Testament zu errichten.

Zwar gibt es auch ohne Testament immer eine Erbfolge, da dort wo es keinen wirksam geäußerten letzten Willen gibt, die Erbfolge des Bürgerlichen Gesetzbuches Anwendung findet. Allerdings muss hier bedacht werden, dass die gesetzlichen Regelungen nahezu 100 Jahre alt sind und mit den heute häufig anzutreffenden Formen des Zusammenlebens etwa in nichtehelichen Lebensgemeinschaften oder sog. Patchworkfamilien mit gemeinsamen und nicht gemeinsamen Kindern nicht kompatibel sind, da der Gesetzgeber derartige Familienmodelle nicht kannte bzw. nicht billigte. Folglich hat weder der Lebensgefährte, noch das Stiefkind gesetzliche Erbansprüche, obwohl diese im familiären Sinne dem Erblasser vielleicht näher stehen als leibliche Kinder, zu denen ggf. gar kein Kontakt besteht, die aber mangels letztwilliger Verfügung als leibliche Abkömmlinge des Verstorbenen erben würden, während die eigentlichen Familienmitglieder leer ausgehen. Jeder sollte sich in einer Mußestunde vergegenwärtigen, dass der Tod zum Leben gehört und jeder Todesfall eine Erbfolge auslöst. Die gute Nachricht ist, dass diese geplant und vorbereitet werden kann, wenn man sich nur entschließt, die Angelegenheit anzugehen. Der erbrechtlich spezialisierte Berater steht Ihnen hierzu zur Verfügung.


Renè Noack
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Erbrecht
Rechtsanwälte Kulitzscher & Ettelt, Döbeln
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