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Startseite / Fachbeiträge / Kindesunterhalt ab 01.01.2018 - mehr oder weniger?  
{ Kindesunterhalt ab 01.01.2018 -
   mehr oder weniger?
Zum 01.01.2018 wird die so genannte Düsseldorfer Tabelle erneuert. Die von den deutschen Oberlandesgerichten, federführend durch das namensgebende Oberlandesgericht Düsseldorf, erstellte Tabelle über Kindesunterhaltsbeträge pauschaliert und vereinheitlicht in der Praxis die monatlichen Beträge, die als Kindesunterhalt zu zahlen sind; gestaffelt wird nach dem Alter der Kinder und dem Einkommen des zahlungspflichtigen Elternteils. Nachdem die Beträge in den Jahren 2016 und 2017 gleich geblieben waren, werden die Unterhaltssätze ab 01.01.2018 wieder etwas angehoben und zwar dieses mal mit einer Besonderheit, dass nämlich die ersten beiden Einkommensgruppen zur neuen ersten Einkommensgruppe zusammengefasst werden, bei der sich dann der so genannte Mindestunterhalt für Kinder ablesen lässt.

Wichtig sind die neuen Sätze nicht nur in den Fällen, in denen zum ersten Mal ermittelt werden soll, wie viel ein Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, monatlich zu zahlen hat, sondern auch für schon bestehende Unterhaltsverpflichtungen, in denen sich der Unterhaltszahler in einem so genannten "dynamischen Titel" der Zwangsvollstreckung unterworfen hat. Der Titel (Jugendamtsurkunde, gerichtlicher Beschluss oder Vergleich) lautend dann über einen Prozentsatz des jeweiligen Mindestunterhalts und passt sich so automatisch jeder Veränderung der Düsseldorfer Tabelle an. Bei solchen Titeln muss ab Januar geschaut werden, was denn nun aktuell zu zahlen ist. Dies könnte, wenn der Prozentsatz des Mindestunterhalts auf 105 % lautet, ausnahmsweise sogar weniger sein als bisher, da wie angesprochen die erste Einkommensgruppe (100 % Mindestunterhalt) und die zweite Einkommensgruppe (105 % Mindestunterhalt) zusammengefasst worden sind.

Jedenfalls ist es wichtig, sich zu informieren, um mögliche Überzahlungen oder das Auflaufen von Unterhaltsrückständen zu vermeiden.

Übrigens:

Die Düsseldorfer Tabelle hat keine Gesetzeskraft. In der Praxis wird sie gleichwohl von allen Familienrechtlern angewandt, um wie angesprochen die Rechtsanwendung beim Kindesunterhalt zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Auf die in der Düsseldorfer Tabelle verzeichneten Beträge ist noch das staatliche Kindergeld zu verrechnen und zwar in Abhängigkeit davon, welcher Elternteil es bezieht. Auch hier sollen sich zum 01.01.2018 Änderungn durch eine wiederum leichte Erhöhung des Kindergeldes ergeben. Die Rede ist von einer Erhöhung um zwei Euro pro Kind. Im Normalfall wird bei getrenntlebenden Eltern der Elternteil, der das Kind betreut, das Kindergeld beziehen. Die Verrechnung für den anderen, der seinen Unterhalt dann durch Zahlung leisten muss, erfolgt, indem die Hälfte des Kindergeldes vom aus der Tabelle abzulesenden Kindergeldbetrag abgezogen wird.


René Noack
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
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