Aktuell

2021
Der Filialist Herzog & Bräuer will nach erfolgreich durchgeführten Insolvenzplanverfahren wieder neu durchstarten
Das Unternehmen musste im April 2020, im Rahmen der ersten coronabedingten Schließungswelle des Einzelhandels in Deutschland, den gerichtlichen Sanierungsweg beschreiten; dies in Form eines modernen Eigenverwaltungsverfahrens..
Deutschlandweit betreibt der auf Miederwaren und Unterwäsche spezialisierte Filialist 96 Filialen mit 390 Arbeitsplätzen.

Trotz eines erneuten Lockdowns während des Verfahrens und einer wiederum mehrmonatigen Schließung aller Filialen, konnte das Sanierungsverfahren nunmehr erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Gläubigerversammlung hat dem Insolvenzplan zur Sanierung der Gesellschaft am 12.10.2021 mit überragender Mehrheit zugestimmt. Damit konnte das Unternehmen, ohne Veränderungen in der Gesellschafterstruktur, aus einem anspruchsvollem, aber erfolgreichem Sanierungsverfahren entlassen werden.

Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt war hier unter Federführung von Herrn Rechtsanwalt Ettelt mit der insolvenzrechtlichen Beratung vertraut, wobei Rechtsanwalt Ettelt Generalhandlungsvollmacht erteilt wurde. Bei der Insolvenzplanerstellung war die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt ebenfalls federführend.

Ein toller Erfolg; vielen Dank an die beteiligten Teams. Herrn Herzog wünschen wir für die Zukunft alles Gute.

Beteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Ines Adam (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Julia Schilling (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Annett Rennert (Gewerbemietrecht)
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Arbeitsrecht)
Simon Leopold - Sanierungsgeschäftsführer (ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG)
Rechtsanwalt Dr. Jörg Schädlich - Sachwalter (Rechtsanwälte Stapper, Jacobi, Schädlich)
Erfolgreiche Sanierung von Filialist Herzog & Bräuer in Eigenverwaltung
„Der Insolvenzplan des sächsischen Filialisten Herzog & Bräuer Handels GmbH & Co. KG wurde im Erörterungs- und Abstimmungstermin, am 12. Oktober 2021 beim Amtsgericht Leipzig, mit überragender Mehrheit von den Gläubigern angenommen“, berichtet Sanierungsgeschäftsführer Simon Leopold von der ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG.
Unternehmen und Arbeitsplätze bleiben erhalten

„Der Plan sieht den Erhalt des Unternehmens mit 96 Filialen und rund 390 Arbeitsplätzen vor – das Ergebnis ist nicht selbstverständlich und ist eine Belohnung für das Engagement aller Beteiligten“, ergänzt Rechtsanwalt Stefan Ettelt von der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt, der als Generalbevollmächtigter die Geschäftsleitung abstützt und alle insolvenzrechtlichen Themenkreise verantwortet. Die ganzheitliche Sanierung des Einzelhändlers in Eigenverwaltung ist damit nahezu abgeschlossen und das Verfahren kann nach finaler Bestätigung des Gerichts voraussichtlich zeitnah aufgehoben werden.

Herzog & Bräuer war als einer der führenden deutschen Einzelhandelsfilialisten im Bereich hochwertiger Wäsche durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in eine Krisensituation geraten und stellte am 29. April 2020 einen Antrag auf ein Restrukturierungsverfahren in Eigenverwaltung. Unter den jeweils gültigen Pandemiebedingungen wurde der Geschäftsbetrieb während des Verfahrens fortgeführt. Das Amtsgericht Leipzig bestellte Rechtsanwalt Dr. Jörg Schädlich von der Kanzlei Stapper Jacobi Schädlich als vorläufigen Sachwalter. Das Verfahren wurde am 30. Juli 2020 eröffnet und Dr. Jörg Schädlich als Sachwalter bestätigt. Der zu Verfahrensbeginn eingesetzte vorläufige Gläubigerausschuss setzte ebenfalls seine Arbeit fort. „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war im ganzen Verfahren sehr konstruktiv. Wir freuen uns, dass Herzog & Bräuer im Rahmen der Restrukturierung für die Zukunft neu aufgestellt werden konnte und die Mitarbeiter wieder eine sichere Perspektive haben“, berichtet Dr. Jörg Schädlich.

Modernes Restrukturierungsverfahren für Neuausrichtung genutzt

Das Sortiment von Herzog & Bräuer erstreckt sich auf hochwertige Dessous, Nachtwäsche und Bademoden von namhaften Markenherstellern. Neben den Filialen betreibt das Unternehmen einen Outlet-Store für Ware der Vorsaison sowie einen Online-Shop. Simon Leopold, Geschäftsführer der ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG, unterstützt das Unternehmen als Sanierungsgeschäftsführer. Seine wesentliche Aufgabe war es seit Verfahrensbeginn, das finanz- und leistungswirtschaftliche Sanierungskonzept im Unternehmen umzusetzen. „Wir haben in den letzten Monaten eine Vielzahl operativer Maßnahmen realisiert, um den Filialisten wieder wettbewerbsfähig zu machen. Dazu gehörte auch eine leichte Anpassung der Filialstruktur und die Begrenzung des Geschäftsbetriebs auf die Filialen, bei denen vor dem Hintergrund des Standortes und der Mietkonditionen ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist. Mitarbeiter, Lieferanten und Geschäftspartner haben den Weg sehr engagiert unterstützt und wir sind froh, dass wir das Unternehmen erhalten konnten und Herzog & Bräuer nun neu durchstarten kann.“ „Herzog & Bräuer ist ein positives Beispiel für den Erfolg einer modernen gerichtlichen Sanierung“, berichtet Rechtsanwalt Stefan Ettelt von der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt. „Geschäftsführer Frank Herzog hat frühzeitig die Krisensituation erkannt und aktiv gegengesteuert. Mit dem eingeleiteten Sanierungsverfahren konnte das Unternehmen erfolgreich neu aufgestellt und ohne Wechsel in der Gesellschafter- oder Führungsstruktur restrukturiert werden.“

Weitere Informationen: www.herzogundbraeuer.de
Feinkostspezialist Gepp's GmbH kann saniert wieder durchstarten
Der Filialist Gepp´s GmbH mit Stammsitz in Puchheim, welcher sich insbesondere auf die Herstellung und den Vertrieb von Feinkost, insbesondere Grillsaucen, spezialisiert hat, musste Anfang Januar 2021 aufgrund der Coronakrise ein gerichtliches Sanierungsverfahren einleiten.
Das Unternehmen mit 32 Filialen in Deutschland, 200 Mitarbeitern und einem modernen Firmensitz in Puchheim bei München, wählte den Weg eines modernen Schutzschirmverfahrens. Die Geschäftsführung wurde dabei durch den Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt eng begleitet, welcher vorliegend im Verfahren auch die Funktion des Generalbevollmächtigten übernommen hatte.

Nach fristgerechter Einreichung des erstellten Insolvenzplans hat nunmehr die Gläubigerversammlung am 24.06.2021 den Weg für eine erfolgreiche Rückkehr des Unternehmens an den Markt freigemacht. Der Insolvenzplan wurde von allen Gläubigergruppen einstimmig angenommen.

Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens wurde das Unternehmen grundlegend saniert – 10 defizitäre Filialen wurden geschlossen, der bereits sehr erfolgreiche Onlinehandel nochmals intensiviert. Dabei konnte die Gesellschaft in einem sehr kurzen Zeitraum erfolgreich neu aufgestellt und restrukturiert werden. Viel Erfolg Frau Roja Gepp und Herrn Dr. Alexander Gepp!

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Ines Adam (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Annett Rennert (Gewerbemietrecht)
Simon Leopold (Sanierungsgeschäftsführer)
Rechtsanwalt Dr. Matthias Hofmann (Sachwalter)
Filialist Elbenwald erfolgreich saniert !
Der Filialist Elbenwald mit Stammsitz in Cottbus, welcher sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Merchandise-Produkten (u.a. Herr der Ringe, Star Wars) spezialisiert hat, musste Ende September 2020 aufgrund der Coronakrise ein gerichtliches Sanierungsverfahren einleiten.
Das Unternehmen mit 37 Filialen in Deutschland und Österreich, knapp 300 Mitarbeitern und einem modernen Firmensitz nebst Logistikzentrum in Cottbus wählte dabei den Weg des Schutzschirmverfahrens. Die Geschäftsführung wurde dabei durch den Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt eng begleitet, welcher vorliegend im Verfahren auch die Funktion des Generalbevollmächtigten übernommen hatte.

Nach fristgerechter Einreichung des erstellten Insolvenzplanes hat nunmehr die Gläubigerversammlung am 21.04.2021 den Weg für eine erfolgreiche Rückkehr des Unternehmens an den Markt freigemacht. Der Insolvenzplan wurde mit überragender Mehrheit angenommen.

Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens wurde das Unternehmen grundlegend saniert, 7 defizitäre Filialen wurden geschlossen, der bereits sehr erfolgreiche Onlinehandel nochmals intensiviert. Damit konnte die Gesellschaft in einem sehr kurzen Zeitraum erfolgreich neu aufgestellt und ohne Wechsel in der Gesellschafterstruktur restrukturiert werden.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Julia Schilling (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Stefanie Blümke (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Annett Rennert (Gewerbemietrecht)
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Insolvenzarbeitsrecht)
Simon Leopold (Sanierungsgeschäftsführer; ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG)
Rechtsanwalt Enrico Schwartz (Sachwalter)
Merchandise –Spezialist Elbenwald nutzt Schutzschirmverfahren für Neuausrichtung
Die Elbenwald GmbH hat eine über 20jährige Historie und ist mit rund 15.000 Produkten im Sortiment der führende deutsche Anbieter von Film-Merchandise-Produkten, Gamerkleidung und Lifestyleprodukten.
Das Cottbusser Unternehmen beschäftigt aktuell 261 Mitarbeiter und betreibt insgesamt 30 Filialen, 6 davon in Österreich. Zusätzlich werden die Produkte über einen eigenen Online-Shop und Kooperationspartner online vertrieben.

Auch bei diesem Filialisten war die Covid-19-Pandemie ganz klar Auslöser der Krise. Gerade deshalb nutzt die Geschäftsführung von Elbenwald mit dem Schutzschirmverfahren den Weg einer modernen Sanierung. Diese wird dabei durch ein erfahrenes Sanierungsteam um den Spezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt unterstützt, der in seiner Funktion als Generalbevollmächtigter die Geschäftsleitung im Verfahren umfassend berät und unterstützt.

Das erste große Verfahrensziel wurde erreicht. Das Verfahren wurde am 28.12.2020 eröffnet, der Insolvenzplan wurde fristgerecht eingereicht.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Schilling (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Neubert (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Rennert (Mietrecht)
Rechtsanwalt Goltzsch (Arbeitsrecht)
2020
Kulitzscher & Ettelt unterstützt Geschäftsführung und vorläufigen Insolvenzverwalter im FEXCOM Verfahren
Deutschlands größter, unabhängiger Premiumpartner der Netzbetreiber O2, Telekom und Vodafone, sowie deren Einzelmarken, hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.
Auch das Schwesterunternehmen One Brand Solution GmbH mit Sitz in Bochum und die Konzermutter Phillion SE mit Sitz in Berlin mussten Anträge stellen. Die Gruppe beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter und betreibt über 170 Filialen. Aufgrund eines entsprechenden Gruppengerichtsstandsbeschlusses ist das Amtsgericht Leipzig für sämtliche Verfahren zuständig.

Die Geschäftsführer der Gesellschaften haben in enger Abstimmung mit dem eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter Joachim Voigt-Salus, die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt mit dem Legalpart im Verfahren beauftragt. Die Kanzlei verfügt über eine Expertise bei der Sanierung von Unternehmen mit erheblicher Filialstruktur, so dass man sich hier mit dem entsprechenden rechtlichen Know-How für die anstehenden Aufgaben verstärkt.

Nach der Erntebrot GmbH, der aptus GmbH, sowie der Herzog & Bräuer Handels GmbH & Co.KG ist die Philion-Gruppe mit ihren Gesellschaften in kürzester Zeit ein weiterer Filialist mit über 100 Shops, der durch die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt beraten, begleitet und saniert wird.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Projektleiter)
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Insolvenzarbeitsrecht)
Rechtsanwältin Annett Rennert (Insolvenzmietrecht)
Kulitzscher & Ettelt berät Wirecard Communication Services GmbH im gerichtlichen Sanierungsverfahren
Der Finanzskandal um die Wirecard AG zieht immer weitere Kreise.
Die Insolvenz der Wirecard AG brachte auch die Tochtergesellschaften von jetzt auf gleich in akute Finanznöte, da die konzerninternen Zahlungsströme versiegten. Die Folge war auch hier die unumgängliche Beantragung der jeweils notwendigen Insolvenzverfahren.

Die Wirecard Communication Services GmbH mit Sitz in Leipzig betreibt ein Callcenter mit 300 hochqualifizierten Mitarbeitern im Bereich bankspezifischer Produkte und Dienstleistungen. Als selbständige Serviceeinheit ist die Gesellschaft gerade mit der vorhandenen Spezialisierung für strategische Investoren sehr interessant. Da sich die Gesellschaft bereits vor der Wirecard-Krise in einem Verkaufsprozess befand, hat sich die Geschäftsführung, begleitet durch den Unternehmenssanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt, dazu entschlossen, die Einleitung des gerichtlichen Sanierungsverfahrens als Chance zu sehen, den Standort und die Arbeitsplätze zu erhalten und dadurch für die Gläubiger eine bestmögliche Absicherung ihrer Forderungen zu erreichen.

Das angerufene Insolvenzgericht ist der Argumentation der Gesellschaft gefolgt und hat sich für das Verfahren der Wirecard Communication Services GmbH für örtlich und sachlich zuständig erklärt. Dadurch ist aus Sicht der Geschäftsführung und der Berater der Weg für einen erfolgreichen Investorenprozess geebnet.

Stefan Ettelt: "Unmittelbar nach Kriseneintritt haben sich bereits zwei Investoren bei der Gesellschaft gemeldet und starkes Interesse am Standort und den Mitarbeitern bekundet. Damit ist das eingeleitete gerichtliche Sanierungsverfahren für die Gläubiger, aber auch für die Mitarbeiter und den Standort Leipzig der richtige Weg."

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Projektleiter)
Rechtsanwältin Ines Adam
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Corona-Pandemie zwingt Einzelhandelfilialist Herzog & Bräuer in die Eigenverwaltung
Herzog & Bräuer betreibt als Einzelhandelfilialist 115 Fachgeschäfte, in denen das Unternehmen mit seinen derzeit 477 Mitarbeitern hochwertige Miederwaren und Unterwäschekollektionen vertreibt.
Ab dem 18.03.2020 musste das Unternehmen nach behördlicher Anordnung alle 115 Filialen schließen und konnte seit diesem Zeitpunkt praktisch keine Umsätze mehr erwirtschaften. Die Kosten für Miete, Löhne, Versicherungen usw. liefen jedoch weiter. Zudem ist das Unternehmen durch laufende Lieferverträge verpflichtet, den Herstellern Waren abzunehmen, konnte diese aber nicht mehr verkaufen.

Die Geschäftsführung hat sich daher entschlossen, am 29.04.2020 einen Antrag auf Einleitung eines Restrukturierungsverfahrens in Form der Eigenverwaltung vor dem Amtsgericht Leipzig zu stellen. Mit Beschluss noch vom gleichen Tage ist das Insolvenzgericht dem Antrag gefolgt, hat die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet, den obligatorischen vorläufigen Gläubigerausschuss eingesetzt und den vorläufigen Sachwalter bestimmt.

Unterstützt wird das Unternehmen hierbei durch den erfahrenen Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt von der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt. Dieser hat von der Geschäftsführung im vorliegenden Verfahren auch Generalvollmacht erhalten.

Das Sanierungsteam um Rechtsanwalt Ettelt hat bereits mehrfach große Filialisten mit über 100 Filialen in Eigenverwaltungsverfahren begleitet. Vorliegend sind nach seiner Ansicht gute Ansätze zu erkennen, dass das Unternehmen mit einem gesunden operativen Kern aus dem Sanierungsverfahren mittels eines Insolvenzplans wieder hinaus geführt werden kann.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Ines Adam (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Michaela Jödicke (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Annett Rennert (Gewerbemietrecht)
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Arbeitsrecht)
Simon Leopold (CRO / ABG Consulting GmbH)
Die Krise in der Krise
Die Corona-Krise hat die gesamte Bundesrepublik fest in der Hand.
Bedingt durch die weitreichenden Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus „SARS-CoV-2“ geraten Unternehmen zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten und laufen Gefahr, zahlungsunfähig zu werden. Bei Zahlungsunfähigkeit ist die Geschäftsleitung eines Unternehmens grundlegend gemäß § 15a InsO verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Um eine Welle von Insolvenzanträgen zu vermeiden, hat die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen vorgesehen, welche den Unternehmen in der aktuellen Situation helfen und die Auswirkungen der Corona-Krise abschwächen sollen.

So wird derzeit eine Regelung vorbereitet, wonach die Insolvenzantragsverpflichtung zunächst bis zum 30. September 2020 ausgesetzt werden soll. Voraussetzung für jedes einzelne Unternehmen ist hierbei aber, dass die wirtschaftliche Krise auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruht und zudem die begründete Aussicht besteht, dass die Krise durch die öffentlichen Hilfsmaßnahmen oder weitere Sanierungsbemühungen überwunden werden kann. Eine rechtskräftige Regelung besteht derzeit noch nicht.

Darüber hinaus wurden durch die Bundesregierung bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen, welche die Unternehmen in dieser schwierigen Zeit unterstützen sollen. Zu nennen sind hier insbesondere die Regelungen zum erleichterten Zugang zu Kurzarbeitergeld oder auch steuerliche Liquiditätshilfen. Ferner ist die Beantragung von Staatshilfen zur Überbrückung der Krisensituation möglich. Sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierung haben hier über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Sächsische Aufbaubank (SAB) die Möglichkeit geschaffen, Sofortkredite in Anspruch zu nehmen. Auch Hausbanken bewilligen in der aktuellen Situation weitere Darlehen.

Im Einzelfall ist es wichtig zu prüfen, inwieweit Liquidität durch die Senkung der laufenden Kosten geschaffen werden kann. Insbesondere kommen hier auch Stundungsvereinbarungen mit Banken, Vermietern, Lieferanten oder auch öffentlichen Trägern in Betracht.

Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt berät Unternehmen auch in der aktuellen Situation selbstverständlich professionell und prüft – ggf. auch gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern – die bestehenden Optionen, um die Auswirkungen der Krise bestmöglich abzufedern. Damit das Unternehmen nach Überwindung der Krise wieder erfolgreich durchstarten kann, ist es allerdings auch notwendig, alle Optionen zu prüfen. Hierbei kann auch ein gerichtliches Restrukturierungsverfahren in Eigenverwaltung in Betracht kommen. Anderes als im Regelverfahren bleibt der Unternehmer hier an Bord und hält die Fäden der Sanierung selbst in der Hand.
Betriebsfortführung im Sanierungsverfahren der Mansfelder Aluminiumwerk GmbH gesichert
Das Unternehmen mit Sitz in Hettstedt, welches rd. 100 Mitarbeiter beschäftigt, musste Mitte des Jahres 2019 einen Brand in der Kaltwalzanlage verkraften.
Dadurch bedingt kam es zu einem ca. 5-wöchigen Stillstand der Anlage, was sich nicht nur auf den Umsatz, sondern auch später negativ auf die Liquidität des Unternehmens auswirkte. Ende des Jahres 2019 sah man sich daher veranlasst, beim Amtsgericht Halle (Saale) einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zu stellen. Das Gericht bestätigte diesen in vollem Umfang, so dass das Team um den Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt, welcher auch vorliegend die Rolle eines Generalbevollmächtigten inne hat, mit den notwendigen Arbeiten zur Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebes beginnen konnte.

Nach arbeitsintensiven Tagen Ende des Jahres 2019 steht nun fest: Die Fortführung des Unternehmens ist zunächst gesichert. Neben der Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes ist es dem Sanierungsteam insbesondere gelungen, die Lieferanten und Kunden, aber auch Logistik- und Finanzpartner zu überzeugen, das Sanierungsverfahren der Mansfelder Aluminiumwerk GmbH positiv zu begleiten.

Gemeinsam mit dem im vorliegenden Verfahren obligatorischen vorläufigen Gläubigerausschuss und dem vom Gericht eingesetzten vorläufigen Sachwalter wird es in den nächsten Wochen und Monaten nun darum gehen, eine Sanierungslösung umzusetzen und das Unternehmen erfolgreich aus dem gerichtlichen Verfahren herauszubegleiten.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Ines Adam
Rechtsanwältin Michaela Jödicke
Kulitzscher & Ettelt - Mit dem DRK-Verfahren in den TOP 10 der größten Insolvenzen 2019
Das JUVE-Magazin hat für das Jahr 2019 die größten Insolvenzverfahren in Deutschland ermittelt.
Dabei gelang der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt erstmalig eine Platzierung im Bereich der TOP 10. Mit dem Eigenverwaltungsverfahren der DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft Thüringen Brandenburg mbH konnte ein Großverfahren (mit über 1.700 Mitarbeitern) erfolgreich bearbeitet und durch einen Insolvenzplan auch abgeschlossen werden.

Dem Partner der Kanzlei, Rechtsanwalt Stefan Ettelt, wurde im Rahmen des Verfahrens Generalvollmacht erteilt, dies im übrigen gemeinsam mit Rechtsanwalt Dirk Schöne aus der Kanzlei Dentons. Beide Teams verantworteten in einem gelungenen Zusammenwirken die Eigenverwaltung und wurden dabei durch Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert als Sachwalter tatkräftig unterstützt. Die Beendigung des Verfahrens nach nur 6 Monaten intensiver Arbeit war eine hervorragende Teamarbeit der drei beteiligten Kanzleien.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Julia Schilling
Rechtsanwältin Ines Adam
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Rechtsanwältin Annett Rennert
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch
Sanierung der Tittel Drahtwarenfabrik GmbH erfolgreich abgeschlossen
Das Unternehmen im sächsischen Großröhrsdorf gehörte ursprünglich zu einer Holding, welche darüber hinaus noch über ein Schwesterunternehmen in Halver/Nordrhein-Westfalen verfügte.
Nachdem alle 3 Gesellschaften im Verlauf des letzten Jahres Insolvenz beantragen mussten, zeigte sich im Rahmen der Sanierung schnell, dass allein die Tittel Drahtwarenfabrik GmbH über einen gesunden operativen Kern verfügte.

Es war daher folgerichtig, dass auch nur in diesem Verfahren die Eigenverwaltung beantragt und während des erfolgreichen Sanierungsprozesses fortgeführt wurde. Dem Team um den Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt gelang es, nicht nur das Unternehmen wieder auf gesunde Füße zu stellen, sondern auch einen für die Gläubiger attraktiven Investorenprozess durchzuführen. Dabei setzte sich die bisherige Eigentümerfamilie mit dem besten Gebot gegenüber weiteren vorhandenen Investoren durch.

Den knapp 60 Mitarbeitern des Unternehmens konnte daher auf einer Mitarbeiterversammlung Anfang Januar 2020 die positive Nachricht über den erfolgreichen Abschluss der gerichtlichen Sanierung mitgeteilt werden.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Generalbevollmächtigter)
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
2019
JD Norman Germay GmbH meldet Insolvenz an
Ein deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibender Umsatz und sich weiter verschlechternde Marktbedingungen haben den Motorenhersteller JD Norman Germany GmbH veranlasst, Insolvenz vor dem Amtsgericht Meiningen anzumelden.
Das Unternehmen beschäftigt 700 Mitarbeiter und war erst aus dem Insolvenzverfahren der REGE Motorenteile GmbH im Jahr 2017 hervorgegangen. Das Unternehmen mit Werken im thüringischen Eisenach und hessischen Witzenhausen fertigt überwiegend Komponenten aus dem Bereich der Verbrennungsmotoren.

Das Insolvenzgericht bestellte im vorliegenden Verfahren aufgrund der Unternehmensgröße einen obligatorischen vorläufigen Gläubigerausschuss und berief den erfahrenen Sanierer und Partner unserer Kanzlei Rechtsanwalt Stefan Ettelt in den Ausschuss. Rechtsanwalt Ettelt vertritt vorliegend die Interessen des Gesamtbetriebsrates und unterstützt diesen rechtlich, vor allem auf dem Gebiet des Insolvenzrechts. Gemeinsam mit dem eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter hat der vorläufige Gläubigerausschuss bereits in seiner ersten Sitzung wichtige Weichenstellungen für einen zügigen Investorenprozess vorgenommen. Ziel muss es sein, diesen Prozess zeitnah abzuschließen, damit für alle Verfahrensbeteiligten, aber insbesondere für die Mitarbeiter, eine dauerhafte Perspektive für das Unternehmen gefunden werden kann.
NICO Fahrzeugteile GmbH durch Insolvenzplan saniert
Die NICO Fahrzeugteile GmbH mit Sitz in Heilbronn musste Anfang des Jahres 2014 eine gerichtliche Sanierung im Wege eines Eigenverwaltungsverfahrens einleiten.
Das Unternehmen, welches sich auf den Handel und die Produktion von Ersatzteilen für Kfz-Anhänger, Pferdeanhänger usw. spezialisiert war, war Teil der NICO-Gruppe, welche insgesamt im Februar 2014 in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet und Insolvenz beantragen musste. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens der Gruppe, welches zum damaligen Zeitpunkt ca. 75 Mitarbeiter beschäftigt hat, zeigte sich schnell, dass insbesondere die Schwesterunternehmen für die Krise der Gruppe insgesamt verantwortlich waren. Die NICO Fahrzeugteile GmbH selbst hatte einen operativ gesunden Kern und war daher auch aus Sicht der Gläubiger sanierungsfähig.

Im Rahmen des Insolvenzplans traten der bisherige Geschäftsführer und der Betriebsleiter als Investoren auf, welche das Unternehmen in der Eigenverwaltung, begleitet durch den Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt, erfolgreich restrukturieren konnten. Die Zustimmung in der Gläubigerversammlung zum Insolvenzplan erfolgte einstimmig in allen sechs gebildeten Gruppen, womit das Verfahren nunmehr erfolgreich seinen Abschluss finden konnte.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Rechtsanwalt und Sanierungsberater)
Rechtsanwältin Julia Schilling
Daniel Mann (Unternehmensberater AMBG)
Speditionsverbund Stamm richtet sich im Rahmen eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens neu aus
Die KRS Logistik GmbH und das Transportunternehmen Stamm verfügen über 90 Mitarbeiter. Mit Standorten in Görlitz und Pirna hat sich die Unternehmensgruppe auf moderne Logistikleistungen spezialisiert.
Unter anderem betreibt die Gruppe langjährig bereits Depots für den Paketdienst Hermes.

Ein akuter Personalmangel und die Tatsache, dass dieser am Arbeitsmarkt momentan nicht kurzfristig zu beseitigen war, haben das Unternehmen - trotz guter Auftragslage - in eine Krisensituation geführt. Insbesondere konnte durch den Mangel Fahrzeuge nicht besetzt werden, welche dem Unternehmen aber fortlaufend Kosten verursachen. Mit den Anträgen auf gerichtliche Sanierung hat das Unternehmen frühzeitig reagiert. Die Anträge vor dem Amtsgericht Dresden auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens wurden positiv verbeschieden. Unterstützt werden die Unternehmen durch den erfahrenen Sanierungsspezialisten Stefan Ettelt, Kanzlei Kulitzscher & Ettelt, welcher in beiden Unternehmungen auch die Funktion eines Generalbevollmächtigten übernommen hat. Erste Gespräche mit den Hauptauftraggebern, den Mitarbeitern und den beteiligten Finanzgläubigern verlief positiv, so dass nunmehr die angedachten Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der eingeleiteten Verfahren umgesetzt und abgeschlossen werden können.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Rechtsanwalt und Sanierungsberater)
Rechtsanwältin Ines Adam
Rechtsanwältin Michaela Jödicke
Loewe Technologies GmbH - Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet
Aufgrund einer anhaltenden Marktschwäche bei Fernsehgeräten in der gesamten Branche sah sich der namenhafte deutsche Fernseherproduzent Loewe Technologies GmbH mit Sitz in Kronach veranlasst, am 02.05.2019 vor dem Amtsgericht Coburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zu stellen.
Nach einem im Jahr 2013/2014 durchgeführten gerichtlichen Restrukturierungsverfahren ist es damit bereits der zweite Anlauf, den namenhaften Produzenten hochwertiger Fernsehergeräte in Deutschland zu sanieren und zu restrukturieren.

Das Amtsgericht Coburg hat dem Antrag am 03.05.2019 stattgegeben, die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und einen vorläufigen Sachwalter bestellt.

Mit Beschluss vom 15.05.2019 hat das Amtsgericht Coburg sodann den in diesem Verfahren obligatorischen vorläufigen Gläubigerausschuss eingesetzt.

Für die Gruppe der Lieferanten / Kleingläubiger wurde der Sanierungsspezialist und Rechtsanwalt Stefan Ettelt in den vorläufigen Gläubigerausschuss bestellt.

Rechtsanwalt Stefan Ettelt verfügt über profunde Erfahrungen in der Mitarbeit bzw. in der Begleitung von vorläufigen / endgültigen Gläubigerausschüssen. So konnte er bereits in über 40 Gläubigerausschüssen aktiv als Ausschussmitglied für die Gläubiger, aber auch als Verfahrensbevollmächtigter für die Schuldnerunternehmen, mitwirken.

Mit dem vom Gesetzgeber in der ESUG-Reform im Jahr 2012 geschaffenen Organ des vorläufigen Gläubigerausschusses wurde ein wichtiges Instrument für die Gläubiger installiert, um das Verfahren in den entscheidenden Phasen zu begleiten und zu beeinflussen. Die Mitarbeit in einem vorläufigen Gläubigerausschuss setzt aber auch wegen etwaiger Haftungsgefahren ein erhebliches insolvenzrechtliches Verständnis für die Abläufe eines solchen Verfahrens an sich, aber auch für die in einem solchen Verfahren zu treffenden Entscheidungen, voraus.
Tittel - Unternehmensgruppe nutzt Eigenverwaltungsverfahren zur Restrukturierung
Die Tittel-Unternehmensgruppe ist eine mittelständische Unternehmung, welche sich auf die Herstellung und Veredlung von Drahtwaren spezialisiert hat.
Dazu gehören einerseits die Tittel Drahtwarenfabrik GmbH mit Sitz in Großröhrsdorf / Sachsen, andererseits die Kemper & Co. GmbH mit Sitz in Halver / Nordrhein-Westfalen. Die Unternehmen sind über die Beteiligungsgesellschaft Thoß GmbH, welche als Holding fungiert, miteinander verbunden.

Die Gruppe produziert mit insgesamt 115 Mitarbeitern hochkomplexe Drahtwarenerzeugnisse für zahlreiche namenhafte Hersteller aus unterschiedlichen Branchen, wie z.B. Küchengerätehersteller, Caravanhersteller, Medizingerätehersteller oder Unternehmen der Möbelindustrie sowie der Automobilbranche.

Das gerichtliche Sanierungsverfahren der Gruppe ist insbesondere auf die wirtschaftliche Krise der Kemper & Co. GmbH zurückzuführen. Dort war es aufgrund einer falschen Bedarfsplanung eines Großkunden und eines damit einhergehenden unerwarteten Umsatzeinbruchs zu einer Liquiditätskrise gekommen.

In Folge des Haftungsverbundes zwischen den Gesellschaften stellten letztlich sämtliche Unternehmen der Gruppe Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das Amtsgericht Dresden hat dem Antrag der Tittel Drahtwarenfabrik GmbH auf Anordnung eines vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens mit Beschluss vom 12.04.2019 stattgegeben.

Die Geschäftsführung um den Unternehmer Jan Thoß wird im Rahmen des Verfahrens durch den Rechtsanwalt und Sanierungsspezialisten Stefan Ettelt und seinem Team aus der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt insolvenzrechtlich unterstützt. Herr Rechtsanwalt Ettelt hat durch die Geschäftsführung Generalvollmacht erhalten.

Primäres Ziel des Verfahrens wird es sein, die Unternehmensgruppe insgesamt zu stablisieren und die Arbeitsplätze der hochspezialisierten Mannschaft zu erhalten; dies insbesondere durch Aufnahme eines potentiellen Investors.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt - Rechtsanwalt & Generalbevollmächtigter
Geschäftsführender Partner
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Rechtsanwältin Michaela Jödicke
Rechtsanwältin Julia Schilling
DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft Thüringen Brandenburg mbH gerettet – Gläubigerversammlung stimmt Insolvenzplan zu!
Nach nicht einmal sechs Monaten konnte das Sanierungsverfahren um die DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft Thüringen Brandenburg mbH erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Gläubigerversammlung hat am Dienstag, den 23.04.2019 dem vom Unternehmen selbst vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt. Das Amtsgericht Mühlhausen hat noch am selben Tag die Annahme des Plans durch Beschluss bestätigt. Für die ca. 1500 Mitarbeiter der Krankenhausgesellschaft ein wichtiges Signal und ein guter Verfahrensabschluss.

Mit den KMG Kliniken wurde ein regional verbundener Investor gefunden, welcher bei den Gläubigern, aber auch den Mitarbeitern und der Landespolitik auf Zustimmung stieß. Das Team um den Generalbevollmächtigten Rechtsanwalt Stefan Ettelt hatte in diesem Verfahren die Geschäftsleitung in allen insolvenzspezifischen Angelegenheiten beraten und vor dem Insolvenzgericht, dem Gläubigerausschuss und dem Gesamtbetriebsrat vertreten.

Stefan Ettelt : „Ein hervorragendes Ergebnis in einer Topzeit und mit einer absolut vorzeigbaren Quote für die Gläubiger.“

Verfahrensbeteiligte:
Eigenverwaltung Kanzlei Kulitzscher & Ettelt
Rechtsanwalt Stefan Ettelt - Projektleiter & Generalbevollmächtigter
Rechtsanwältin Julia Schilling
Rechtsanwältin Ines Adam
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Fachanwalt für Arbeitsrecht)
Rechtsanwältin Annett Rennert (Fachanwältin für Mietrecht)
DRK Krankenhausgesellschaft Thüringen Brandenburg leitet gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung ein
Der Klinikverbund der DRK Krankenhaus Gesellschaft Thüringen Brandenburg betreibt Krankenhäuser an den vier Standorten Bad Frankenhausen, Sömmerda, Sondershausen und Luckenwalde sowie ein Pflegeheim in Artern.
Zum Verbund gehören weitere zwei medizinische Versorgungszentren und eine Servicegesellschaft.

Der hochdefizitäre Standort in Bad Frankenhausen machte es erforderlich, dass die Gesellschaft am 12.12.2018 vor dem zuständigen Amtsgericht in Mühlhausen einen Antrag auf gerichtliche Sanierung in Eigenverwaltung stellen musste. Dabei wurde die Gesellschaft maßgeblich durch den Sanierungsspezialisten Stefan Ettelt beraten und vertreten. Das Amtsgericht gab dem Antrag statt, auch der vorgeschlagene vorläufige Gläubigerausschuss wurde gerichtlich bestätigt und hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen.

Die Eigenverwaltung wird maßgeblich durch die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt und die Kanzlei Dentons begleitet, wobei Herr Rechtsanwalt Ettelt und Herr Rechtsanwalt Schoene jeweils zum Generalbevollmächtigten bestellt wurden.

Zum Erhalt der ca. 1700 Arbeitsplätze wird es wichtig sein, kurzfristig eine Strukturänderung unter Einschluss einer Investorenlösung zu erreichen. Die Ärzteschaft, die medizinischen Mitarbeiter, aber auch der Betriebsrat stehen geschlossen hinter dem Unternehmen. Bei den Patienten genießt die DRK Krankenhausgesellschaft einen sehr guten Ruf.

Verfahrensbeteiligte:
Eigenverwaltung Kanzlei Kulitzscher & Ettelt
Rechtsanwalt Stefan Ettelt - Projektleiter & Generalbevollmächtigter
Rechtsanwältin Julia Schilling
Rechtsanwältin Ines Adam
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Arbeitsrecht)
2018
PAATZ Viernau GmbH startet nach erfolgreichen Insolvenzplanverfahren neu durch!
Das mittelständische Unternehmen PAATZ Viernau GmbH, ein Zulieferer der Automobilindustrie aus Thüringen mit über 180 Arbeitnehmern, hat das gerichtliche Restrukturierungsverfahren erfolgreich beendet und konnte nach Insolvenzplanannahme nunmehr das Verfahren verlassen.
Während des gesamten gerichtlichen Sanierungsverfahrens - es wurde ein Regelinsolvenzverfahren durchgeführt - begleitete das Team um Rechtsanwalt Stefan Ettelt die Gesellschaft sowie die Geschäftsführung und war maßgeblich an den notwendigen Sanierungsmaßnahmen beteiligt. Der Geschäftsführung, welche während des Verfahrens durch den erfahrenen Sanierungsspezialisten Alexander Düsterhöft von der ROSER GmbH unterstützt wurde, gelang es mit dem Beraterteam, in enger Abstimmung mit dem gerichtlich eingesetzten Insolvenzverwalter sowie dem bestellten Gläubigerausschuss, einen Investorenprozess erfolgreich abzuschließen, der dann eine Insolvenzplanlösung ermöglichte.

Für die unbesicherten Gläubiger mit einer Quote von 61 % ein herausragendes Ergebnis!

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt
Rechtsanwältin Julia Schilling
Alexander Düsterhöft (ROSER GmbH)
Spedition Alfred Wedlich GmbH nutzt gerichtliches Sanierungsverfahren für Neuausrichtung
Die Bayreuther Spedition Alfred Wedlich GmbH hat am 01. März 2018 die Eröffnung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens beim Amtsgericht Bayreuth beantragt.
Das Gericht hat diesen Antrag positiv beschieden und mit Beschluss vom selben Tag die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und einen vorläufigen Sachwalter bestellt.

Die Geschäftsführung wird bei der Durchführung des gerichtlichen Sanierungsverfahrens durch das Team von Herrn Rechtsanwalt Stefan Ettelt insolvenzrechtlich begleitet. Die betriebswirtschaftliche Restrukturierung des Unternehmens übernimmt die ABG Consulting-Partner mit ihrem Geschäftsführer Simon Leopold.

Das operative Geschäft des Speditionsunternehmens mit seinen 185 Mitarbeitern wird aktuell vollumfänglich fortgeführt. Der Mittelständler war in den vergangenen Jahren stark gewachsen und verfügt operativ über einen gesunden Kern. Krisenursachen waren insbesondere hohe Außenstände bei einem Großkunden, so dass sich die Geschäftsführung entschlossen hat, den Schritt in ein strukturiertes Eigenverwaltungsverfahren zu gehen.

Das Unternehmen beabsichtigt, nach einer notwendigen Neuausrichtung das Verfahren durch Insolvenzplan noch in diesem Jahr abzuschließen und damit in den Verbund der Wedlich-Gruppe zurückzukehren.
HDG Hoteldienstleistungsgesellschaft Heinecke & Blaufuü mbH startet Eigenverwaltungsverfahren
Die in Erfurt ansässige HDG Hoteldienstleistungsgesellschaft Heinecke & Blaufuß mbH ist ein deutschlandweit operierender Personaldienstleister für Hoteldienstleistungen, insbesondere dem sogenannten housekeeping.
Mit 212 Mitarbeitern ist das Unternehmen für den kompletten Dienstleistungservice im Bereich der Zimmeraufbereitung und Zimmerreinigung an insgesamt 13 Hotelstandorten beauftragt.

Auf dem Unternehmen lastende Altverbindlichkeiten machten es erforderlich, einen vorhandenen gesunden operativen Kern durch eine gezielte Investorensuche zu restrukturieren. Das Unternehmen hat sich daher entschlossen, frühzeitig die gerichtliche Sanierungsoption zu nutzen. Dabei wurde die Gesellschaft durch den Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt umfassend beraten und unterstützt.

Das Amtsgericht Erfurt hat am 26.02.2018 antragsgemäß die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und einen vorläufigen Sachwalter eingesetzt.

Ziel der Geschäftsführung und des Sanierungsteam ist es, eine zeitnahe Sanierungslösung zu erarbeiten, die nicht nur den Bestand der Arbeitsplätze und damit die Bindung der Fachkräfte an das Unternehmen gewährleistet, sondern auch die langjährig gewachsenen guten Geschäftsbeziehungen zu den Auftraggebern absichert.
Das Jahr 2017 war ein erfolgreiches Jahr - wir sind gespannt auf 2018 !
Wir wünschen zunächst unseren Kooperationspartnern ein gesundes & frohes neues Jahr und freuen uns auf die weitere positive Zusammenarbeit.
Auch im Jahr 2017 konnte unsere Kanzlei in Restrukturierungsmandaten erfolgreich mitwirken. Es wurden insgesamt 21 Unternehmensinsolvenzen eingeleitet und begleitet. Dabei auch zwei Großverfahren mit jeweils über 100 Beschäftigten. Drei der Verfahren konnte unsere Kanzlei im Rahmen der Eigenverwaltung proaktiv mitgestalten, zwei Verfahren konnten erfolgreich durch Insolvenzpläne abgeschlossen werden.

Auch ist es uns in diesem Jahr wiederum gelungen, ein Bauunternehmen in der Eigenverwaltung fortzuführen und zu sanieren!

Für die sehr angenehme Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern möchten wir uns ausdrücklich bedanken.

Wir freuen uns auf das Jahr 2018 und sind uns sicher, dass es uns wiederum gelingen wird, zahlreiche spannende Restrukturierungsfälle zu initiieren, mitzugestalten und erfolgreich abzuschließen.

P.S. Unsere Kanzlei hat mittlerweile in über 30 Gläubigerausschüssen aktiv mitgewirkt und Gläubiger- oder Schuldnerinteressen proaktiv vertreten.
2017
Eichsfelder Fleisch- und Wurstwarenspezialist startet gerichtliche Restrukturierung!
Die im Thüringischen Eichsfeld beheimateten Unternehmen Eichsfelder Zentralschlachthof GmbH und DÜN-FLEISCH GmbH gehören zum Verbund der Fleischunion Michael Wagner GmbH.
Der Zentralschlachthof ist einerseits spezialisiert auf die zertifizierte Schlachtung im Bereich der im Eichsfeld speziell praktizierten sog. Warmfleischverarbeitung sowie der BIO-Fleischzerlegung. Die DÜN-FLEISCH ist ein Fleisch- und Wurstwarenunternehmen, welches sich auf die Verarbeitung von Warmfleisch und die Herstellung Eichsfelder Traditionsmarken, wie den "Feldgieker" oder die "Eichsfelder Stracke" spezialisiert hat. Die Unternehmensgruppe beschäftigt dabei ca. 130 Mitarbeiter. Die Insolvenzantragstellung der gesamten Unternehmensgruppe war notwendig geworden, da zum einen ein immer stärker werdender Preisdruck in der Fleischbranche, aber auch ein verändertes Kundenverhalten hin zu preiswerteren Kaltfleischprodukten organisiert werden mussten. Die notwendigen Umstrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen werden nunmehr durch die Geschäftsführung, begleitet durch den erfahrenen Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt und dem vom Gericht eingesetzten Insolvenzverwalter, eingeleitet und umgesetzt. Ziel ist es, die Gruppe insgesamt im Rahmen eines Insolvenzplans zu sanieren und damit das Traditionsunternehmen - unter Einschluss aller Arbeitsplätze - als einen der modernsten Schlachthöfe in Thüringen und darüber hinaus einen der bekanntesten Fleisch- und Wurstwarenspezialisten zu erhalten.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Projektverantwortlich)
Rechtsanwältin Julia Schilling
EDer Betriebsrat blockiert die Betriebsschließung in der Insolvenz - was tun?
Der Insolvenzverwalter steht oft vor der notwendigen Entscheidung, den Geschäftsbetrieb einzustellen und den Betrieb zu schließen, sowie die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter zu kündigen.
Ein im Betrieb vorhandener Betriebsrat kann durch seine Blockadehaltung einen erheblichen Zeitverlust provozieren, in dem der beabsichtigten Betriebsstilllegung die notwendige Zustimmung verweigert wird. Im Regelfall muss der Arbeitgeber dann ein Einigungsstellenverfahren durchführen, da anderenfalls Nachteilsausgleichsansprüche der gekündigten Arbeitnehmer entstehen und damit die Masse erhebliche belastet würde. In der Insolvenz hat der Gesetzgeber durch die Vorschrift des § 122 InsO dem Insolvenzverwalter die Möglichkeit zur Abkürzung dieses Verfahrens gegeben, in dem bereits 3 Wochen nach Verhandlungsbeginn mit dem Betriebsrat über die beabsichtigte Betriebsschließung die Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrates vor dem Arbeitsgericht beantragt werden kann. Die Vorschrift soll die Gläubiger vor einer unnötigen Mehrbelastung der Insolvenzmasse schützen. Das relativ unbekannte und kaum praktizierte Verfahren ist aber ein probates Mittel, die Blockadehaltung des Betriebsrates kurzfristig und kostengünstig zu durchbrechen. Die Insolvenz- Arbeitsrechtsabteilung unserer Kanzlei hat aktuell ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht Halle (Az. 8 BV 41/17) durchgeführt und innerhalb von nur 4 Wochen nach Antragstellung die notwendige Zustimmung des Betriebsrates durch das Arbeitsgericht ersetzt. Die erstinstanzliche Entscheidung ist mit Verkündung rechtskräftig, da das Arbeitsgericht die Nichtzulassungsbeschwerde vor dem Bundesarbeitsgericht regelmäßig nicht zulässt. Damit können unmittelbar im Nachgang die Kündigungen der Mitarbeiter ausgesprochen werden und zwar ohne die Masse mit den immensen Kosten eines Einigungsstellenverfahrens oder gar von Nachteilsausgleichsansprüchen zu belasten. Die Zeitkomponente ist ein weiterer erheblicher Vorteil dieses Verfahrens.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt (Fachanwalt für Arbeitsrecht)
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Fachanwalt für Arbeitsrecht)
Restrukturierungsverfahren der SKV Kita gGmbH erfolgreich abgeschlossen
Im Mai 2016 musste die SKV Kita gGmbH, ein freier Träger von 14 Kindertagesstätten mit 230 Mitarbeitern, wegen einer streitigen Rückforderung der Stadt Halle (Saale) ein Insolvenzverfahren beantragen.
Der eigenverwaltenden Schuldnerin gelang es gemeinsam mit dem Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt, einen Investorenprozess erfolgreich abzuschließen. In dessen Ergebnis hat ein anderer freier Träger, die VOLKSSOLIDARITÄT Saale-Kyffhäuser e.V, den gesamten Geschäftsbetrieb einschließlich aller Kindertagesstätten, Horteinrichtungen und aller 230 Mitarbeiter übernommen. Dabei konnte für die Gläubiger ein besonderer Erfolg erzielt werden, da der höchstbietende Investor bereit war, einen erheblichen 7-stelligen Betrag für den immateriellen Wert des Schuldnerunternehmens zu zahlen. Das Verfahren wird nunmehr in Eigenverwaltung abgewickelt, wobei insbesondere noch Rechtsstreitigkeiten im Interesse der Gläubiger mit der Stadt Halle (Saale) zu führen sind.

Bereits jetzt kann von einer überdurchschnittlich hohen Quote für die Gläubiger (ca. 80 Prozent) ausgegangen werden, bei Obsiegen der Rechtsstreitigkeiten gar mit einer Vollbefriedigung aller Gläubiger.
Maschinenbauunternehmen PAATZ Viernau GmbH startet Restrukturierungsverfahren
Die PAATZ Viernau GmbH ist ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Thüringen.
Als Hersteller von Mehrspindelbohrköpfen, Vorrichtungen, Bearbeitungseinheiten, Sondermaschinen und Baugruppen für Werkzeugmaschinen beliefert die Firma PAATZ Viernau GmbH hauptsächlich namenhafte deutsche Automobilbauer und deren Zulieferer. Die schwierige Wirtschaftslage im Automotivbereich, die Verzögerung geplanter Aufträge, lange Projektlaufzeiten und ausgereizte Zahlungsziele verursachen die Krise des Unternehmens.

Trotz voller Auftragsbücher bereitete daher die Auftragsvorfinanzierung dem Mittelständler in den letzten Wochen erhebliche Schwierigkeiten. In enger Abstimmung mit den begleitenden Bankinstituten hat die PAATZ Viernau GmbH am 29.03.2017 einen Antrag auf Eröffnung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens beim Amtsgericht Meiningen gestellt. Die Geschäftsleitung wurde dabei durch den Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt maßgeblich unterstützt und begleitet. Das Amtsgericht Meiningen hat den Antrag zugelassen und auch den vorgeschlagenen vorläufigen Gläubigerausschuss antragsgemäß eingesetzt. Gemeinsam mit dem vom Gericht eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter wird nunmehr die Geschäftsführung unter Begleitung des Sanierungsberaters Rechtsanwalt Ettelt bereits im Eröffnungsverfahren die Weichen für eine Neustrukturierung der Gesellschaft mit dem Ziel des Erhalts des Unternehmens und der 123 beschäftigten Mitarbeiter stellen.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt als Projektleiter
Rechtsanwältin Julia Schilling (Insolvenzrecht)
Wirtschaftsprüfer Holger Kunz
Eigenverwaltungsverfahren der Erntebrot GmbH nach Insolvenzplanannahme erfolgreich beendet
Ende Februar 2016 musste die Großbäckerei Erntebrot GmbH aufgrund akuter wirtschaftlicher Schwierigkeiten Insolvenzantrag vor dem Amtsgericht Chemnitz stellen.
Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt begleitete die Gesellschaft von Anfang an im Rahmen des gerichtlichen Sanierungsverfahrens. Mit Zustimmung des eingesetzten Gläubigerausschusses wurde das Verfahren Ende April 2016 in Eigenverwaltung eröffnet. Bis Ende des Jahres konnte das gemeinsam mit der Geschäftsleitung und dem eingesetzten Sachwalter entwickelte Sanierungskonzept umgesetzt und die Gesellschaft restrukturiert werden. Von ursprünglich 74 Filialen bleiben 39 Kernfilialen erhalten. Die Belegschaft wurde von 340 Mitarbeitern auf den notwendigen Bedarf von 220 Mitarbeitern angepasst.

Der geschäftsführende Gesellschafter und die Geschäftsführerin haben im Rahmen eines durch die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt erstellten Insolvenzplans den Gläubigern ein Angebot zum Erhalt und Fortbestand des Unternehmens unterbreitet.

Mit überwältigender Mehrheit hat die Gläubigerversammlung in allen 5 gebildeten Gruppen einstimmig den Insolvenzplan am 17.01.2017 angenommen, der Insolvenzplan ist seit dem 01.02.2017 rechtskräftig.

Damit konnte in einem straffen Zeitraum von nur 11 Monaten im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens nach § 270a InsO eine Großbäckerei in einem sehr schwierigen Marktumfeld und bei äußerst schwierigen Marktbedingungen durch die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt saniert und restrukturiert werden.

Verfahrensbeteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt als Projektleiter
Rechtsanwältin Julia Schilling (Insolvenzrecht)
Rechtsanwältin Annett Rennert (Gewerbemietrecht)
Rechtsanwalt Thomas Goltzsch (Arbeitsrecht)
Wirtschaftsprüfer Holger Kunz
2016 - Wir ziehen Bilanz
Das vergangene Jahr war in der Restrukturierungsbranche kein Einfaches. Viele Insolvenzverwalterkanzleien mussten sinkende Zahlen an neuen Insolvenzverfahren feststellen. Ein härterer Wettbewerb und ein Umbruch am Beratermarkt prägten das abgeschlossene Kalenderjahr.
Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt hat sich hier gegen den Trend am Markt entwickelt. Mit 33 Unternehmensinsolvenzen, darunter 7 Eigenverwaltungsverfahren und 3 Schutzschirmverfahren, gehört Kulitzscher & Ettelt zu einer der führenden Restrukturierungskanzleien in Deutschland. Mit 2 Verfahren konnte unsere Kanzlei in die JUVE-Liste der 50 größten Unternehmensinsolvenzen in Deutschland - dort Platz 27 und Platz 41 - Einzug halten.

Viele der Verfahren konnten auch erfolgreich abgeschlossen werden. Unsere Kanzlei hat insbesondere 5 Insolvenzpläne eingereicht, von denen bis zum Jahresende bereits 3 Pläne durch die Gläubigerversammlungen angenommen und damit die Verfahren jeweils erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Erwähnen möchten wir auch insgesamt 9 vorbereitete, eingeleitete und vollzogene Insolvenzverfahren aus dem Bereich der Großinsolvenz der KTG Agrar-Gruppe. Gerade im Tiefkühlbereich ist es mit den dort eingesetzten Sachwaltern gelungen, die Unternehmen zu restrukturieren, gerichtlich zu sanieren und im Rahmen eines Investorenprozesses unter Beibehaltung maßgeblicher Arbeitnehmerzahlen fortzuführen und zu übertragen.

Unsere Kanzlei möchte sich an dieser Stelle bei Ihnen als unsere Kooperationspartner ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2016 bedanken. Wir freuen uns, die Zusammenarbeit auch im neuen Jahr fortsetzen zu dürfen und stehen Ihnen als kompetenter Partner in gerichtlichen Restrukturierungssachen jederzeit gern zur Verfügung.

Stefan Ettelt
Rechtsanwalt
geschäftsführender Partner
2016
Sanierung der Dietmar Mothes Bau GmbH erfolgreich abgeschlossen - Gläubiger stimmen dem Insolvenzplan einstimmig zu !
Das Traditionsunternehmen Dietmar Mothes Straßen- und Tiefbau GmbH mit Sitz in Chemnitz ist ein auf Tiefbauarbeiten spezialisiertes Unternehmen des Baugewerbes.
Mit ca. 80 Beschäftigten werden in Chemnitz und im gesamten Freistaat Sachen Tiefbauprojekte spezialisiert durchgeführt. Nachdem das Unternehmen im Oktober 2015 den Schritt der gerichtlichen Sanierung gehen musste, standen hinter dem Fortbestand einer Baufirma in der Insolvenz viele Fragezeichen. Dem Sanierungsspezialisten und Partner der Kanzlei Rechtsanwalt Stefan Ettelt ist es gemeinsam mit seinem Team und dem beauftragten Sachwalter gelungen, das Unternehmen in Eigenverwaltung zu sanieren. Praktisch alle Arbeitsplätze konnten erhalten werden und das Unternehmen wurde in Eigenverwaltung vollwerbend am Markt in der Insolvenz fortgeführt. Im Rahmen eines von Anfang an angestrengten M&A-Prozesses - beauftragt war hier die Wirtschaftsprüferkanzlei eXnet audit gmbH mit Herrn Wirtschaftsprüfer Kunz - konnte ein namenhafter strategischer Investor gefunden werden, der sich zukünftig am Unternehmen beteiligt und gemeinsame Synergien entwickelt. Der Gläubigerversammlung konnte daher am 27. Oktober 2016 ein Insolvenzplan zur Abstimmung vorgelegt werden, dem alle 5 Gläubigergruppen einstimmig zustimmten. Hohe Loyalität zum Unternehmen, frühzeitig richtige Weichenstellungen im Sanierungsprozess und eine konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie der gute Ruf des Unternehmers ermöglichten vorliegend eine erfolgreiche Sanierung.

Beteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt - geschäftsführender Partner
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Wirtschaftsprüfer Holger Kunz
FZ Foods AG restrukturiert sich !
Die in Ringleben / Thüringen ansässige FZ Foods AG hat am 07. Juli 2016 Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt.
Die Gesellschaft ist eine der führenden deutschen Hersteller von Tiefkühlprodukten. Unter der Marke "Frenzel" stellt der Mittelständler mehr als 200 Produkte her und verkauft diese in 17 Ländern.

Mit 140 Mitarbeitern konnten im vergangenen Jahr 29 Mio EUR Umsatz erzielt werden.Der Vorstand der FZ Foods AG wird bei der Durchführung der Eigenverwaltung durch das Team des Sanierungsspezialisten Rechtsanwalt Stefan Ettelt der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt unterstützt.

Das Amtsgericht Mühlhausen hat den Anträgen gem. § 270 a InsO vollumfänglich entsprochen, der eingesetzte vorläufige Gläubigerausschuss die Eigenverwaltung und den vorläufigen Sachwalter einstimmig bestätigt.

Die notwendige Restrukturierung kann damit beginnen.

Beteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt - geschäftsführender Partner
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Wirtschaftsprüfer Holger Kunz
Spedition Blättermann im Schutzschirmverfahren erfolgreich saniert
Die im Thüringischen Artern ansässige Spedition Blättermann war aufgrund der Insolvenz des Fahrradherstellers MIFA selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.
Nach Einreichung des Schutzschirmantrages im Januar 2016 und fristgerechter Einreichung des Insolvenzplans mit Verfahrenseröffnung, konnte die gerichtliche Sanierung mit Annahme des Insolvenzplans in der Gläubigerversammlung bereits Mitte Mai 2016 erfolgreich abgeschlossen werden. Hausbank und Leasinggeber haben im Insolvenzplan der Fortsetzung der - vormals aufgekündigten - Geschäftsbeziehungen uneingeschränkt zugestimmt.

Der geschäftsführende Gesellschafter konnte während des Schutzschirmverfahrens nicht nur sämtliche Arbeitskräfte im Unternehmen halten, sondern vielmehr auch die Geschäftsbeziehungen mit neuen, strategisch wichtigen Partnern ausbauen.

Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt hat den Insolvenzplan im Schutzschirmverfahren iniziiert, eingereicht, das Verfahren im Rahmen der angeordneten Eigenverwaltung begleitet und den Insolvenzplan aufgestellt und in der Gläubigerversammlung erfolgreich zur Abstimmung gebracht.

Beteiligte:
Rechtsanwalt Stefan Ettelt - geschäftsführender Partner
Rechtsanwältin Stefanie Blümke
Wirtschaftsprüfer Holger Kunz
Schutzschirmverfahren für die SKV Kita gGmbH gestartet
Das Amtsgericht Halle hat am 09.05.2016 das vorläufige Eigenverwaltungsverfahren betreffend der SKV Kita gGmbH angeordnet.
Die Gesellschaft, welche 10 Kindertagesstätten und 4 Horteinrichtigungen in Halle mit über 2000 Kindern betreut und aktuell 250 Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in einer wirtschaftlichen Krise.

Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt, in Person des geschäftsführenden Partners Rechtsanwalt Ettelt, hat das Schutzschirmverfahren gemäß § 270b InsO im Auftrag der Gesellschaft iniziiert und eingeleitet. Das Amtsgericht Halle ist dem Antrag uneingeschränkt gefolgt und auch den von der Gesellschaft vorgeschlagenen vorläufigen Sachwalter eingesetzt.

Ziel des angestrebten gerichtlichen Sanierungsverfahrens wird es sein, durch den vorzulegenden und mit den Gläubigern abgestimmten Insolvenzplan die Gesellschaft zu sanieren, alle Arbeitsplätze im Unternehmen zu erhalten und damit die SKV Kita gGmbH als größten freien Träger von Kinderbetreuungseinrichtigungen der Stadt Halle zu erhalten.
Erntebrot GmbH strebt Sanierung in Eigenverwaltung im Rahmen eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens an
Die Erntebrot GmbH, eine Großbäckerei mit Sitz in Döbeln / Sachsen, hat am 24.02.2016 einen Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren vor dem Amtsgericht Chemnitz gestellt.
Die Gesellschaft, welche aktuell 347 Mitarbeiter beschäftigt, wurde im Jahr 1990 gegründet und ist sowohl auf dem regionalen, als auch auf dem überregionalen Markt tätig. Das spezialisierte Unternehmen beliefert über 70 eigene Filialen mit Brot- und Backwaren, aber auch Konditoreiartikeln.

Das Unternehmen befindet sich in einer wirtschaftlichen Krise, welche insbesondere aus einem verschärften Wettbewerb, dem Verdrängungswettbewerb im Vorkassenbereich der Supermärkte, aber auch aus der Einführung des Mindestlohngesetzes, resultieren. Die Geschäftsführung hat hierauf unmittelbar reagiert und bereits im Jahr 2015 die ersten wichtigen Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens eingeleitet. Nach intensiver Abwägung aller in Betracht kommenden Sanierungsoptionen hat sich die Geschäftsführung der Gesellschaft dazu entschieden, die eingeleiteten Sanierungsschritte im Rahmen eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung erfolgreich zu beenden. Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt hat daher gemeinsam mit der Geschäftsführung am 24.02.2016 einen Insolvenzantrag vor dem Amtsgericht Chemnitz gestellt, das Gericht ist am 25.02.2016 allen Anträgen nachgekommen und hat die beantragte vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Auch der vorgeschlagene Gläubigerausschuss wurde eingesetzt. Dieser hat in seiner 1. konstituierenden Sitzung der Fortführung des Geschäftsbetriebs uneingeschränkt zugestimmt. Wichtigstes Ziel des Verfahrens wird es sein, gemeinsam mit dem vom Gericht eingesetzten vorläufigen Sachwalter und in enger Abstimmung mit den Gläubigern der Gesellschaft, das Unternehmen zu stabilisieren, notwendige Teilbereiche neu zu strukturieren und die Arbeitsplätze im Unternehmen weitestgehend zu erhalten. Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt wird diesen Weg der Geschäftsleitung als Sanierungsberater im Rahmen der Eigenverwaltung proaktiv begleiten.
Schutzschirmverfahren der Hilfe für das behinderte Kind Bayreuth gGmbH - ein Tochterunternehmen der Diakonie Bayreuth - erfolgreich beendet
Das erst Ende August 2015 eingeleitete Schutzschirmverfahren über das Vermögen der Hilfe für das behinderte Kind Bayreuth gGmbH konnte am 21.01.2016 bereits wieder erfolgreich beendet werden.
Die Gläubigerversammlung hat im Erörterungs- und Abstimmungstermin den vom Unternehmen gemeinsam mit dem Sanierungsberater, Rechtsanwalt Stefan Ettelt, erstellten Insolvenzplan in allen 5 gebildeten Gruppen mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.

Neben einer Neuorganisation des Unternehmens und einer Neustrukturierung der Gesellschaft auf Gesellschafterebene, ist besonders hervorzuheben, dass die ganz überwiegende Anzahl der 212 Arbeitsplätze im Unternehmen erhalten bleiben konnten. Im Ergebnis konnte durch den Insolvenzplan den Gläubigern eine außergewöhnliche Quote von 69 % angeboten werden.

Mit Aufhebung des Insolvenzverfahren, mit welcher spätestens im März 2016 gerechnet wird, kann das Unternehmen saniert und neustrukturiert und insbesondere befreit von finanziellen Altlasten seinen wichtigen Aufgaben im Bereich der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung in Bayreuth nachgehen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde während des Schutzschirmverfahrens durch folgendes Team unterstützt:

Rechtsanwalt: Stefan Ettelt
Rechtsanwältin: Julia Schilling
Rechtsanwältin: Stefanie Blümke
Wirtschaftsprüfer: Holger Kunz

- sämtlichst Rechtsanwälte Kulitzscher & Ettelt -

P.S. Das Verfahren befindet sich auf Platz 43 der 50 größten Insolvenzverfahren der Juve-Liste für das Jahr 2015 wieder
2015
100 Unternehmensinsolvenzen - ein Erfahrungsbericht
Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt hat soeben ihr 100. Unternehmerinsolvenzverfahren seit Einführung des ESUG im Jahr 2012 eingeleitet. Wir sind damit eine der bundesweit führenden Beraterkanzleien.
Unsere Expertise liegt auf einer dem Unternehmen gerecht werdenden qualifizierten Antragstellung, einer intensiven rechtlich versierten Begleitung des Unternehmers in der gerichtlichen Sanierung, insbesondere in der Form der Eigenverwaltung, sowie der Insolvenzplanerstellung für das antragstellende Unternehmen.

100 durchgeführte Insolvenzverfahren, darunter 11 sog. Schutzschirmverfahren und 18 Eigenverwaltungsverfahren dokumentieren einen fundierten Erfahrungswert, welchen die erfolgreiche gerichtliche Sanierung zwingend voraussetzt. Gemeinsam mit den Unternehmen sanieren wir dieses in enger Abstimmung mit den eingesetzten Sachwalter / Insolvenzverwalter und dem zuständigen Insolvenzgericht. Aktuell sind wir in 4 eröffneten Eigenverwaltungsverfahren über die Geschäftsführung des Unternehmens in die gerichtliche Sanierung eingebunden. Lassen Sie uns zukünftig diesen Erfahrungswert gemeinsam zum beiderseitigen Vorteil nutzen.
Schutzschirmverfahren für Tochtergesellschaft der Diakonie Bayreuth gestartet
Am 31.08.2015 hat das Amtsgericht Bayreuth das vorläufige Eigenverwaltungsverfahren betreffend der Hilfe für das behinderte Kind gGmbH angeordnet. Die Gesellschaft, welche zum Verbund der Diakonie Bayreuth gehört und aktuell 212 Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in einer wirtschaftlichen Krise.
Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt, in Person des geschäftsführenden Partners Rechtsanwalt Ettelt, hat das Schutzschirmverfahren gemäß § 270b InsO im Auftrag der Diakonie Bayreuth iniziiert und eingeleitet. Das Amtsgericht Bayreuth ist dem Antrag uneingeschränkt gefolgt und hat auch den von der Diakonie Bayreuth vorgeschlagenen vorläufigen Sachwalter eingesetzt. Wichtiges Ziel des Verfahrens wird es sein, die für die Daseinsfürsorge notwendigen Teilbereiche der Gesellschaften neu zu strukturieren, damit zukünftig eine kostendeckende Betriebsfortführung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer Vielzahl von Arbeitsplätzen dauerhaft ermöglicht wird.

Im gesamten Restrukturierungsprozess befindet sich das Diakonische Werk Bayreuth und die Sanierungsberater der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt in engem Austausch mit dem Diakonischen Werk Bayern und der Evangelischen Landeskirche.
Berufung in den Gläubigerausschuss der BWF-Stiftung (Berlin)
Herr Rechtsanwalt Ettelt ist durch das Amtsgericht Charlottenburg am 17.07.2015 in den Gläubigerausschuss im Insolvenzverfahren über das Vermögen der BWF-Stiftung berufen worden.
Bei der sog. BWF-Stiftung handelt es sich tatsächlich um einen eingetragenen Verein. Das Handeln dieses Vereins stellt eine neue Dimension der sog. Anlegerbetrugsverfahren dar. 5.600 Anleger mit Forderungen in Höhe von ca. 57 Mio EUR sind betroffen. Die sog. Stiftung handelte mit Gold, welches an die Anleger verkauft und angeblich bei der Stiftung eingelagert wurde. Das Landeskriminalamt ist bereits seit Februar 2015 involviert, das Vermögen wurde zu diesem Zeitpunkt bereits arrestiert. Das Insolvenzverfahren wurde durch einen Antrag der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt eingeleitet, die Kanzlei beantragte auch die Einsetzung eines vorläufigen Gläubigerausschusses. Das Amtsgericht Charlottenburg hat beiden Anträgen erfolgreich stattgegeben. Damit konnte ein geordnetes Verfahren für die Anleger und deren Vermittler garantiert werden.

Die Bestellung von Herrn Rechtsanwalt Ettelt in einem Anlegerbetrugsverfahren im Gläubigerausschuss erfolgte zum wiederholten Male. Bereits im Insolvenzverfahren der sog. INFINUS-Gruppe hat das Amtsgericht Dresden Herrn Rechtsanwalt Ettelt im April 2014 in den Gläubigerausschuss einer maßgeblichen INFINUS-Gesellschaft berufen.

Die Mitarbeit im Gläubigerausschuss ist für die Gläubiger eines Insolvenzverfahrens sehr bedeutsam. Dort werden nicht nur die verfahrensmaßgeblichen Entscheidungen frühzeitig getroffen, sondern die Gläubiger erhalten auch dort nur frühzeitig die für alle Gläubiger notwendigen Informationen, um eine bestmögliche Verfahrensart und -befriedigung herbeizuführen.

Neben mittlerweile 90 beantragten Insolvenzverfahren seit dem 01.03.2012, d. h. der Einführung des ESUG, ist die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt, insbesondere in der Person des Partners Rechtsanwalt Stefan Ettelt, bereits in 21 Gläubigerausschüssen aktiv beteiligt bzw. hat diese iniziiert.
Marken-Autohaus erfolgreich im Verfahren nach § 270 b InsO saniert
Der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt ist es gelungen, einen langwierigen Gesellschafterstreit durch Instrumente der Insolvenzordnung - konkret einem sog. Schutzschirmverfahren nach § 270 b InsO - zu beenden und damit das Unternehmen erfolgreich zu sanieren.
Die Ausgangslage war äußerst kompliziert. Die Gesellschafterstreitigkeiten wurden bereits mehrjährig über die Gerichte ausgetragen, hatten bereits enorme Beraterhonorare verursacht und die Geschäftsführung und Gesellschafter vom eigentlichen Tagesgeschäft abgehalten. Die Folge: Das Autohaus wurde drohend zahlungsunfähig.

Die Lösung: Die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt leitete im Auftrag der Geschäftsführung ein sog. Schutzschirmverfahren ein und konnte im Rahmen der gerichtlich angeordneten 3-Monats-Frist zur Erstellung des Insolvenzplans die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den Gesellschaftern unter dem Druck des Verfahrens wieder beleben, moderieren und einem Ergebnis erfolgreich zuführen.

Noch innerhalb der Frist und vor Eröffnung des Verfahrens konnte eine Einigung der Gesellschafter erzielt werden und der Antrag wurde nach nur 2 Monaten der vorläufigen Eigenverwaltung zurückgenommen. Das Unternehmen wurde erfolgreich saniert, die Gesellschafter haben sich auseinandergesetzt, teilweise sind Gesellschafter aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Von der Öffentlichkeit konnte das Sanierungsverfahren weitgehend ferngehalten werden, das Amtsgericht hat die Anordnung der vorläufigen Eigenverwaltung nicht veröffentlicht, so dass hier modernste Instrumente der Insolvenzordnung innovativ eingesetzt und erfolgreich angewandt wurden.

Das Projekt wurde von dem geschäftsführenden Partner der Kanzlei Rechtsanwalt Ettelt geleitet, er wurde unterstützt durch die Rechtsanwältinnen Schilling und Adam.